Hilfe bei Agoraphobie
Die Agoraphobie, auch Platzangst genannt ( Agora = Marktplatz), ist die am häufigsten vorkommende Angststörung. Es ist die Angst vor Weite, vor fremden Orten, die Angst, dort hilflos ausgeliefert und auf fremde Menschen angewiesen zu sein. Je weiter sich die Betroffenen von ihrer gewohnten Umgebung entfernen, desto mehr baut sich die Angst auf, das Gefühl, allein zu sein, keine beschützenden, vertrauten Personen um sich zu haben, falls etwas mit ihnen passieren sollte.
Daher fangen diese Menschen an, immer mehr Situationen zu vermeiden, insbesondere unbekannte Orte, öffentliche Verkehrsmittel, Menschenansammlungen (z. B. Kinos, Restaurants, Konzerte) oder Warteschlangen.
Der Agoraphobie ist häufig eine Panikattacke vorausgegangen, an irgendeinem Ort, sodass der Betroffene das Gefühl hat, dass dies wieder geschehen könnte, wo auch immer. Zur "Sicherheit" fängt er an, immer mehr Situationen zu vermeiden und kann im schlimmsten Fall seine gewohnte Umgebung gar nicht mehr verlassen und gerät so immer mehr ins soziale Abseits.
Das Grundgefühl der Agoraphobie ist das Gefühl von Hilflosigkeit, Ausgliefertsein und mangelndem Vertrauen in sich selbst. Es ist kein Urvertrauen vorhanden.
Der Agoraphobiker schafft sich häufig "Sicherheiten" durch Vertrauenspersonen, Handys oder auch bestimmte Medikamente oder in manchen Fällen sogar Rituale oder Talismänner.
Eine Agoraphobie kann nur mit professioneller Hilfe behandelt werden. Hier sollte es vor allem darum gehen, Selbstvertrauen wieder aufzubauen, auch das Vertrauen in den eigenen Körper und darum, die angstmachenden Gedankenkreise zu reduzieren bzw. Stück für Stück ganz auszuschalten.