Hilfe bei Höhenangst
Höhenangst, auch Akrophobie genannt, ist die Angst, beim Blick in die Tiefe Kontrolle über sich zu verlieren oder herunter zu stürzen.
Häufig berichten Betroffene auch von dem Gefühl, sich "herunter gezogen zu fühlen" bzw. den unheimlichen Drang zu spüren, sich einfach fallen zu lassen, ohne es wirklich zu wollen. Das mangelnde Vertrauen in sich selbst geht hier soweit, dass sie befürchten, es tatsächlich zuzulassen und die Kontrolle über sich zu verlieren.
Die Art der Höhe ist ausschlaggebend für die Höhenangst. Ist z.B.ein hohes Geländer vorhanden, ist die Angst nicht so stark, da dieses ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Ganz extrem hingegen tritt die Angst auf, wenn es sich um eine offene Höhe handelt, z.B. wie in ein Sessellift, ein Berg, eine hohe Leiter. Auch ein Fenster, das bis zum Boden reicht, löst eine starke Höhenangst aus.
Wie bei allen anderen Angststörungen sind es die negativen Gedanken, die Auslöser des Angstgefühls sind und auch hier können die Gedanken soweit außer Kontrolle geraten, dass es zu einer Panikattacke kommen kann - mit den üblichen Symptomen wie z.B. Zittern, Schwindel, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Unwirklichkeitsgefühlen, Brustenge, Herzrasen oder auch dem Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Viele Menschen leiden unter einer Höhenangst - arrangieren sich jedoch mit ihr. Spätestens wenn eine Lebenseinschränkung spürbar wird, ist Handlungsbedarf angesagt. Das ist häufig der Fall bei bei der Notwendigkeit, Autobahnbrücken überqueren zu müssen oder bei berufsbedingter Tätigkeit, wie beispielsweise Bauarbeiter oder Kranführer.